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In Kombination zeigen diese Überprüfungen und Studien, dass die Pflegedokumentation in der Krankenakte nicht dem zweckgebundenen Zweck entspricht, ein Kommunikationsinstrument zu sein, das die Kontinuität, Qualität und Sicherheit der Pflege unterstützt. Die in diesem Abschnitt vorgestellten Beweise weisen auch auf mehrere Bedingungen hin, die Missverständnisse bei der Pflegearbeit und die Mittel, sie zu verfolgen, aufrecht erhalten. Erstens gibt es große Unterschiede in den Aufzeichnungspraktiken zwischen den Einheiten und zwischen Dengesundheitsorganisationen. Zweitens nutzen Krankenschwestern in hohem Maße Schattenaufzeichnungssysteme, um bei sofortigen Patientenversorgungsaktivitäten und -entscheidungen zu helfen. Schließlich gibt es eine überwiegend negative Haltung gegenüber formaler Aufzeichnung – entweder völlige Feindseligkeit oder die Ansicht, dass Dokumentation “nur eine Voraussetzung” ist. In einer weiteren qualitativen Studie beobachteten Hardey und Kollegen31 Krankenschwestern in fünf akut alten Pflegestationen in einem Bezirkskrankenhaus im Süden Englands. Sie argumentieren, dass “Schrott”, individualisierte Informationssysteme, eine einzigartige Kombination aus persönlichem und beruflichem Wissen enthielten und sich dynamisch als Reaktion auf die Patientenversorgung im Schichtdienst veränderten. Die wichtigste Informationsquelle in den Fetzen waren Informationen, die während der Krankenschwesternübergabe übermittelt wurden. Diese Feststellung legt nahe, dass Fetzen Informationen liefern, die nicht in der Patientenakte gefunden wurden. Stattdessen enthalten die Fetzen die zusammengefasste oder synthetisierte Version der Geschichte des Patienten, die nur die Informationen enthält, die die Krankenschwester für notwendig hält, um die Pflege effektiv auf der anderen Schicht durchzuführen. Schließlich gibt es stichhaltige Beispiele für erfolgreiche Bildungsinterventionen, die Aspekte der Dokumentation und Betreuung verbessern. Die Beispiele sind jedoch alle lokal fokussiert und tragen daher auch wenig zur Behebung der gebrochenen Krankenakte bei.

Wir betrachten den rekordbeden Rekord als ein ernstes und kostspieliges Problem für die Gesundheitsbranche, das eine patientenorientierte branchenweite Lösung verdient. Es gab keine Studien über branchenweite Lösungen, die in der Literatur erwähnt wurden. Solange es kein echtes Engagement für die Entwicklung und Verfeinerung branchenweiter Lösungen gibt, die eine genaue und umfassende Dokumentation gewährleisten und eine patientenzentrierte Versorgung ermöglichen, werden die Verbesserungen, die in den Bereichen Sicherheit, Kosten, Qualität und Kontinuität möglich sind, nicht vollständig realisiert. Wir sehen auch die Notwendigkeit, die HANDS-Methode formell als interdisziplinäre Initiative zu positionieren. Wie in den Schlussfolgerungen der vorhergehenden Abschnitte festgestellt wurde, besteht ein dringender Bedarf an Werkzeugen, die den kollektiven Geist des gesamten interdisziplinären Teams rund um die Patientenversorgung unterstützen.